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Der Anfang der Strapazen

Tag 1: Samstag, der 5. Februar anno domini 1983

Ein schönes Bild!
Jogi und Schmutz Minuten vor der Abreise
Es geschah vor 15 Jahren (!) - Zug von Brugg in den Schnee um 08:04. Zürich unbeschadet überstanden. Taked the bus in Schwyz, had problems with an old lady in the bus, but we took it easy. In Muotathal poschteten wir légàre einen Anken und vier Ultra-Steaks.

Abmarsch 11:15

Die ersten fünf Minuten keinerlei Probleme. Dann macht sich bei der ersten nennenswerten Steigung das Essen im Bob unvorhergesehenerweise, unangenehm bemerkbar. Nach einer halben Stunde hatten wir ein ultrasoftes System herauskristallisiert. Beim Brüggli im Wald (unterhalb der Doppelkurve vor dem Bänkli) genossen wir einen Aprikosen-Cake (924 m) (Skifahrerpassage). Bei der Hellweid montierten wir zum ersten Mal die Schneeschuhe. (Vorher hatte es vorgebahnte Spuren (Ski), wo gerade der Bob Platz darin fand. Es war ein gewalts Knorksks den Bob durch den Tiefschnee hinaufzuziehen. Ein schönes Bild!
Jogi bei der Riedmattli

Kurz darauf begegneten wir vier armen Siechen, die irgendwo im Chrut usse Holz hackten. Wir traversierten sie ohne Probleme und liessen sie über unsere Anstrengungen im Dunkeln.

Mit grosser Mühe erreichten wir das Untere Riedmattli, wo wir unser Basis-Camp 1 errichteten. Dort deponierten wir den Proviant, bis auf das zum Überleben notwendigste. Mit vollbeladenen Rucksäcken nahmen wir den Ultra-Brutalo-Teil in Angriff um noch vor dem Abend das Ahöreli zu erreichen.

Ein schönes Bild!
Schmutz bei der Riedmattli

Der inzwischen eingesetzte Schneefall und extreme Steigungsverhältnisse gepaart mit knietiefem Einsinken im Schnee veranlasste uns zu nichtzitierbaren Aussprüchen.

Ein schönes Bild!
So schlimm schneite es!
Nach Meisterung etwelcher allerhöchstprekären Stellen sahen wir endlich das Höchweidli. Mittlerweile war es 16:00 Uhr geworden. Schmutz war der vollen Überzeugung, jetzt käme noch ein leichtes Schlussstück.

Als wir aber um 17:00 Uhr im Tiefschnee watend den Felsen immer noch nicht gefunden hatten, sank unsere Stimmung unter den Gefrierpunkt . Wir entschlossen nun umzukehren. Endlich um 18:00 Uhr beim Einnachten erreichten wir gefrustet und erschöpft das Höchweidli.

Nach diversen Problemen gelang uns der Einstieg in die Scheune. Sofort errichteten wir uns ein Nachtlager und entledigten uns unserer nassen Kleidung. Wir stiegen in die Schlafsäcke ein und frohren uns warm. Die Temperatur sank auf -7C .

Schmutz erlabte sich an einem Büchsli Fleisch. Ich jedoch hatte durst. (Wir hatten vergessen etwas Flüssiges mitzunehmen...). Da kam mir ein genialer Gedanke . Wir leerten das Fleischbüchsli, füllten es mit Schnee und erhitzten es über einer Kerze. Nach endlosem Warten schmolz der Schnee und wir waren in der Lage uns einen "Drink" zu genehmigen. Nach dreimaligem Wiederholen dieser Prozedur, gaben wir es auf und schliefen, sobald es möglich war. Ein schönes Bild!
Survival auf die harte Tour!


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Last Updated Sat Dec 05, 1998 - Click!
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